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Kinder vor schädigenden Inhalten schützen

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Bild: Ove Tøpfer, SXC.hu

Freitag 3. September 2004, von Carsten Werner

Auf unerfahrene Anwender lauern im Internet die verschiedensten Gefahren. Erfahren Sie, wie Sie sich und Ihr Kind davor schützen können.

Viren und Würmer

Diese "elekronischen Schädlinge" können zwar den Kindern nicht schaden, wohl aber den Daten auf Ihrem Computer. Diese können Sie aber durch regelmäßige Betriebssystem- und Browser-Updates und ein installiertes Antivirenprogramm relativ einfach schützen. Zu empfehlen ist besonders ein Virenschutzprogramm, das ständig im Hintergrund läuft (z.B. AntiVir) und so verhindert, dass Viren überhaupt in das System gelangen.

Dialer und Aboseiten

Mit der zunehmenden Verbreitung von DSL-Verbindungen sind Dialer immer seltener geworden. Die teuren Abzock-Programme funktionieren nämlich nur, wenn der Computer mit einer Telefonleitung verbunden ist. Dennoch sind sie noch nicht völlig verschunden. Ist ihr PC über ein Modem oder per ISDN mit dem Internet verbunden, sollte deshalb ein Dialerschutzprogramm (z.B. 0900 Warner) installiert sein, welches die Anwahl der teuren 0900 Telefonnummern unterbindet.

Auch die teuren Abzock-Aboseiten sind dank besserem Verbraucherschutz und geänderter Rechtsprechung derzeit auf dem Rückzug. Dennoch könnten Kinder im Internet noch auf eine Abo-Falle treffen. Fest steht, auf den Abzock-Seiten findet man nichts, was es andernorts im Internet nicht völlig frei oder zumindest deutlich billiger gäbe. Das System hinter den Aboseiten ist immer ähnlich. Beim Besuch der Seite wird der Nutzer aufgefordert, seine Adresse anzugeben. Häufig wird der Eindruck erweckt, dies sei zur Teilnahme an einem Gewinnspiel notwendig. Nur im Kleingedruckten findet sich der Hinweis auf das teure Abonnement.

Übrigens: Inzwischen gibt es spezielle Seiten, die Verbrauchern Hilfen und Informationen zum Thema Dialer und Aboseiten anbieten.

Schutz vor ungeeigneten Inhalten

Zum Schutz vor Pornografie, Gewalt und anderen problematischen Inhalten gibt es inzwischen eine Reihe von Software und Filter-Lösungen. Besonders vertrauenswürdige und zudem kostenlose Programme für diesen Zweck sind das Jugendschutzprogramm vom Verein zur Förderung des Kinder- und Jugendschutzes in Telemedien e.V. und die FragFinn Kinderschutzsoftware von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. Auch einige Internet-Provider wie T-Online oder AOL bieten einen entsprechenden Kinderschutz an.

Die Programme greifen in der Regel auf eine Datenbank mit geprüften und für kindgerecht befundenen Internetseiten (Whitelist) zu. Teilweise wird beim Anlegen der Liste auch eine Alterseinstufung vorgenommen. Die Kinder können dann nur die Seiten besuchen, die in der Datenbank erfasst sind und die für ihre Altersstufe freigegeben sind. Negativ ist daran jedoch, dass so der "Surfraum" der Kinder erheblich eingeschränkt wird und auch viele gute Seiten ausgesperrt werden, weil sie in der Datenbank noch fehlen.

Auch das Windows-Betriebssystem besitzt unter Einstellungen/Systemsteuerung/Internetoptionen Möglichkeiten, Inhalte des Internets zu Filtern. Alle Auswahlmöglichkeiten sind unter dem Reiter "Inhalte" und dann "Inhaltsratgeber" zu finden. Hier können für bestimmte Typen von Seiten die Zugriffsrechte geregelt werden und auch das Anlegen von Positiv- und Negativ-Listen ist möglich.

Und schließlich helfen auch Qualitätssiegel wie das des Erfurter Netcode (Bild rechts) oder der Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten Seitenstark Eltern, gute Kinderseiten von den eher Schlechten zu unterscheiden.

Selbst Surf-Angebote machen

Viele Dinge, die zu einem kindgerechten Internet führen, lassen sich auch ganz ohne zusätzliche Software oder Ähnliches gestalten. So sollten Eltern ihren Kindern die - aus ihrer Sicht - besten Kinderseiten im Browser als Favoriten anlegen. Auch die Startseite lässt sich in jedem Browser ganz einfach durch eine gute Kinderseite ersetzen. Und selbst die integrierte Suchmaschine kann ganz einfach durch eine Kinder-Suchmaschine wie Blinde-Kuh oder FragFinn) ersetzt werden.

Schutz vor Werbung

Gute Kinderseiten verzichten weitgehend auf Werbung. Wenn sie ganz sicher gehen wollen, dass ihr Kind im Internet vor Bannern und Werbefenstern sicher ist, empfielt sich die Installation eines Browser-Zusatzprogramms (Add-on). Für den Firefox gibt es etwa das beliebte Adblock Plus. Zudem sollten in den Browser-Einstellungen Popup-Fenster deaktiviert werden.

Sicher in Chats un Foren

Die kommunikativen Möglichkeiten des Internets (Foren, Chats, E-Mail) sind auch für Kinder interessant und daher auf vielen Kinderseiten vertreten. Allerdings beinhalten diese auch besonders viele Gefahren. Cyber-Mobbing und der Missbrauch durch Erwachsene sind nur zwei wichtige Stichworte. Glücklicherweise gibt es jedoch Möglichkeiten, das Risiko zu begrenzen.

Kinder sollten grundsätzlich nur Foren und Chats nutzen, die speziell für sie gemacht wurden. Gute Kinderchats und Foren sind immer vormoderiert. Beiträge werden dann erst nach der Kontrolle durch einen Moderator veröffentlicht. Sinnvoll ist auch ein Alarmknopf mit dem Kinder schnell und einfach auf bedrohliche Situationen reagieren können. Optimal wäre es, wenn zudem vor Ort auf mögliche Gefahren hingewiesen wird und Sicherheitshinweise gegeben werden.

Sicherheitstipps für die Kinder

Für möglichst sicheres Surfen hat das amerikanische FBI für Kinder eine Reihe von Sicherheitsratschlägen herausgegeben:

1. Im Internet niemals persönliche Informationen wie: voller Name, Anschrift, Telefonnummer, Passwörter etc. angeben und auch niemals Fotos von sich versenden.

2. Nicht auf Forenbeiträge oder E-Mails antworten, die unanständig, zweideutig oder bedrohlich erscheinen.

3. Im Internet, wie auch sonst, niemals Geschenke von Fremden annehmen.

4. Keine Verabredungen treffen, ohne die Eltern zu informieren und diese dann mitzunehmen.

5. Den Angaben von Fremden im Internet kein Vertrauen schenken.

6. Den Online-Freunden nicht mehr anvertrauen, als man es auch bei den normalen Freunden machen würde.

7. Mit den Eltern über das im Internet erlebte reden.

Eure Meinung dazu:

  • von Leonie 2. Februar

    Ganz cool aber ......

  • von SASKIA 26. April 2010

    Es ist sehr lehrreich. Danke für diesen Artikel!

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