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Wie sollten Kinderseiten gestaltet sein?

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Bild: Bill Oddie, SXC.hu

Freitag 3. September 2004, von Carsten Werner

Für Kinder sind bei Internetseiten ganz andere Dinge wichtig als für Erwachsene. Auf diese speziellen Erfordernisse sollte bei der Seitengestaltung Rücksicht genommen werden.

Carsten Werner, der Herausgeber von News4Kids, hat an der Freien Universität Berlin die Anforderungen an Kinderseiten untersucht, einen Kriterienkatalog erarbeitet und diesen für die Evaluation mehrerer Kinderseiten erfolgreich eingesetzt. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Gestaltungskriterien:

Wenige Nutzungshemmnisse

Kinder erfahren von Webseiten häufig von Freunden oder aus den Medien. Sie geben die Internetadresse meist per Hand in den Browser ein. Diese sollte daher möglichst kurz und einprägsam sein. Zudem sollte die Seite - zumindest horizontal - vollständig auf dem Bildschirm angezeigt werden. Und auch die fehlerfreie Darstellung in den gängigsten Browsern ist wichtig, da Kinder bei Problemen meist noch überfordert sind.

Die Homepage

Die Startseite sollte möglichst übersichtlich gehalten sein und den Kindern die einfache Navigation durch die Inhalte ermöglichen. Die Menüpunkte sollten auf das Nötigste beschränkt werden, um die Kinder nicht zu überfordern und zudem eindeutig bezeichnet sein. Lange Texte sind auf der Startseite fehl am Platz. Stattdessen sollten hier eher visuelle Elemente eingesetzt werden. Gut ist es zudem, wenn die Startseite auf einen Bildschirm passt.

Lesbarkeit von Texten

Bei Texten ist auf Kinderseiten insbesondere die Lesbarkeit wichtig. So sollten Schriftgröße und Zeilenabstand ausreichend groß gewählt werden. Schrift und Hintergrund sollten sich farblich gut von einander abheben. Die Zeilenlänge sollte 60 Zeichen nicht überschreiten. Und Texte sollten mit Absätzen und Überschriften untergliedert werden. Generell gilt auf Kinderseiten: Texte besser kurz halten.

Verständlichkeit von Texten

Sätze und Wörter sollten auf Kinderseiten möglichst kurz und verständlich gehalten werden. Fremdwörter sind zu vermeiden oder aber zumindest zu erklären. Je bildlicher die Sprache ist, desto besser. Abstrakte Formulierungen bereiten Kindern große Schwierigkeiten. Gut ist es auch, wenn Texte zudem möglichst persönlich formuliert werden, damit sich Kinder angesprochen fühlen.

Multimedia ist gut

Kinder lieben Bilder, Filme und Animationen. Gut ist es, wenn Kinderseiten entsprechende Angebote machen. Zumindest Bilder sollten reichlich vorhanden und auch ausreichend groß (>15.000 Pixel) sein.

Werbung nur für Kinderprodukte

Kinder haben oftmals noch Schwierigkeiten, Werbung von anderen Inhalten einer Internetseite zu unterscheiden. Diese sollte daher klar gekennzeichnet und vom restlichen Seiteninhalt abgegrenzt sein. Wichtig ist auch, dass die beworbenen Produkte in die Lebenswelt der Kinder passen und die Links in keinem Fall auf bedenkliche Seiten verweisen. Bei der Gestaltung der Werbemittel ist darauf zu achten, dass diese die Nutzung der Internetseite nicht erschweren.

Nur wenige Datenabfragen

Kinder werden verständlicherweise häufig dazu ermahnt, im Internet keine persönlichen Daten preiszugeben. Bei der Gestaltung einer Webseite ist das zu berücksichtigen. So sollten stets nur unbedingt notwendigen Daten abgefragt werden. Zudem sollte den Kindern erklärt werden, wozu die Informationen gebraucht werden und was mit ihnen geschieht.

Einfache Seitenstruktur

Die Seitenstruktur sollte auf Kinderseiten möglichst einfach gehalten werden. Tief verschachtelte Ebenen sind somit zu vermeiden. Gleichzeitig ist auch die Anzahl der Auswahlmöglichkeiten in den Menüs auf wenige Einträge zu begrenzen. Ein guter Richtwert liegt bei jeweils maximal sieben Menüpunkten. Die Bezeichnung und grafische Aufmachung der Menüeinträge muss zudem möglichst unmissverständlich sein. Wichtig ist auch, dass Kinder von jedem Punkt der Seite wieder ganz einfach auf die Startseite gelangen (Home-Button).

Möglichst viel auf einer Seite

Gehen Kinder ins Internet wollen sie Informationen finden, mit anderen kommunizieren und unterhalten werden. Gleichzeitig nutzen sie jedoch nur wenige Seiten regelmäßig. Gute Kinderseiten sollten daher ein integriertes Angebot aus informativen, interaktiven und unterhaltsamen Inhalten anbieten, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Eure Meinung dazu:

  • von Emily und Katerina 13. Dezember 2013

    Wir haben gerade das selbe Thema in der Schule! Deshalb intressiert es uns sehr!

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