Piranhas leben in den Flüssen Südamerikas. Sie sind meistens in Schwärmen unterwegs. Mit ihrem messerscharfen Gebiss können sie problemlos ganze Stücke aus ihrer Beute herausbeißen. Meistens jagen sie nur andere Fische, Krebse und Insekten. Doch auch größere Tiere greifen sie an, insbesondere wenn diese verletzt oder gar bereits tot sind. Daher werden Piranhas auch als Gesundheitspolizei der Flüsse bezeichnet.
Jetzt haben brasilianische Forscher herausgefunden, dass Piranhas keine kaltblütigen Jäger sind. Stattdessen haben sie selbst große Angst davor, von ihren Feinden verschlungen zu werden. Dazu gehören zum Beispiel Flussdelfine, Alligatoren und große Raubfische.
Die Wissenschaftler beobachteten die Tiere in ihrer natürlichen Umwelt. Sie fanden heraus, dass sie umso größere Schwärme bilden, je größer die Gefahr für sie ist. Gibt es in einem Gebiet viele Feinde und nur wenige Fluchtmöglichkeiten, bilden Piranhas große Schwärme, um sich so besser verteidigen zu können. Gibt es nur wenig Gefahr für sie, sind die Schwärme auch kleiner.
Auch wenn über Piranhas viele gruselige Geschichten erzählt werden: Menschen greifen sie nur sehr selten an. Südamerikanische Ureinwohner baden sogar in Flüssen, in denen Piranhas vorkommen.










