Vor etwa 30.000 Jahren lebten in einem Gebirge in Sibirien (Russland) Verwandte des heutigen Menschen, die bisher noch völlig unbekannt waren. In einer 30 Meter tiefen Höhle fanden deutsche Forscher einen kleinen Fingerknochen. Bei der Untersuchung des Knochens fanden sie heraus, dass er zu keiner bekannten Menschenart dieser Zeit gehört.
Bisher glaubte man, dass damals nur die Neandertaler (Homo neanderthalensis) und die direkten Vorfahren des heutigen Menschen (Homo sapiens) lebten. Der Knochenfund zeigt aber, dass es noch mindestens eine weitere Menschenart gegeben haben muss. Einen Namen hat die neue Menschenart noch nicht.
Spuren aus der Höhle zeigen, dass die neue Menschenart dort bereits vor 125.000 Jahren gelebt haben muss. Vermutlich gab es sie aber schon viel länger. Die Forscher glauben, dass sie vor etwa einer Million Jahren entstand, gemeinsam mit dem Vorfahren des Neandertalers – er starb vor rund 25.000 Jahren aus - und des heutigen Menschen.










