• Nachrichten
  • Wissen
  • Mitmachen
  • Spiel & Spaß
Du bist hier: Startseite > Nachrichten > Natur > Luchs, Nashorn & Co: Gewinner und Verlierer 2011

Luchs, Nashorn & Co: Gewinner und Verlierer 2011

JPEG - 35.1 kB
Das Javanashorn in Vietnam ist ausgestorben. Das letzte freilebende Javanashorn auf dem asiatischen Festland wurde im Nationalpark Cat Tien von Wilderern erschossen.
© Foead Yahya Sumiadi / WWF

Sonntag 25. Dezember 2011, von Katharina Sobottka

Die Lage einiger freilebender Tiere hat sich verschlechtert. Aber es gibt auch positive Nachrichten.

Im UN-Jahr der Wälder 2011 sind insgesamt rund 13 Millionen Hektar Waldfläche verloren gegangen — das sind 36 Fußballfelder pro Minute. Der rapide Waldverlust gefährdet den Fortbestand von 80 Prozent der Säugetier- und Vogelarten und ist damit die weltweit größte Bedrohung für die Artenvielfalt. Gute Nachrichten hingegen gibt es aus der südafrikanischen Kavango-Zambesi Region, in der mit 444.000 Quadratkilometern das zweitgrößte Schutzgebiet der Erde entsteht. Der WWF unterstützt das KaZa-Projekt und damit den Erhalt wertvoller Lebensräume für Elefanten, Leoparden und Nashörner.

Die Verlierer 2011

Nashörner — Drei Unterarten, das Javanashorn in Vietnam, das westliche Spitzmaulnashorn und das nördliche Breitmaulnashorn in Afrika sind ausgestorben. "Hauptverantwortlich dafür ist die Wilderei, vor allem um den illegalen Bedarf an Produkten für die traditionelle asiatische Medizin zu decken," erklärt Stefan Ziegler, Artenschutzreferent beim WWF Deutschland. Nur in den 1970er Jahren habe die Wilderei ein ähnlich erschreckendes Ausmaß erreicht. Dementsprechend ist die Lage der fünf asiatischen und afrikanischen Nashornarten extrem kritisch.

JPEG - 25.8 kB
Das ist ein Stör. Aus dem gereinigten und gesalzenen Rogen, den Eiern der Weibchen, wird der Kaviar gewonnen. © Hartmut Jungius / WWF-Canon

Stör — Fünf von den sechs in der Donau heimischen Störarten stehen auch wegen des illegalen Handels mit Kaviar am Rand der Ausrottung. Bulgarien und Rumänien sind die beiden Länder, die die einzigen überlebensfähigen Vorkommen dieser wild lebenden Störarten in der Europäischen Union beheimaten.

Grauwal — Für Wale soll es keine neuen internationalen Meeresschutzgebiete geben. Dies ist das Resultat der diesjährigen Konferenz der Internationalen Walfangkommission IWC. Besonders schlimm steht es um den Westpazifischen Grauwal. Die letzten Exemplare, rund 130 Tiere, davon weniger als 30 fortpflanzungsfähige Weibchen, leben vor der russischen Insel Sachalin. Dort sind gigantische Projekte geplant, um weitere Ölvorkommen zu erschließen. Dieser massive Eingriff könnte das Ende der sensiblen Säuger sein.

Irawadi-Delphin — Einem 2011 veröffentlichten Statusreport des WWF zufolge, leben im Mekong nur noch etwa 85 Irawadi-Delphine. Damit ist der Irawadi-Delphin akut vom Aussterben bedroht.

Die Gewinner 2011

Europäischer Luchs — Die Rückkehr des Luchses schreitet in Mitteleuropa auch 2011 weiter voran. In den vergangenen Jahrhunderten wurde der Luchs gnadenlos bejagt und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war er aus weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verschwunden. Neueste Untersuchungen lassen vermuten, dass mittlerweile etwa wieder zwei Dutzend Luchse im Bayrischen Wald und angrenzenden Böhmerwald leben und sich fortpflanzen. Mittlerweile sind dort auch zahlreiche im Freiland geborene Jungtiere nachgewiesen worden.

JPEG - 32 kB
Auf diesen Pferden kann man nicht reiten, denn das sind freilebende Przewalski-Pferde. Bild: Wikipedia

Przewalski-Wildpferd — Die Wildpferde galten 1996 als in der Wildnis ausgestorben. Gründe hierfür waren starke Bejagung und Lebensraumverlust. In der Mongolei stehen sie mittlerweile unter strengem Schutz. Durch Wiederansiedlungsmaßnahmen konnte es sich in freier Wildbahn etablieren und verzeichnet mittlerweile über 300 Tiere. Die Art wurde von der Kategorie "vom Aussterben bedroht" auf "stark gefährdet" zurückgestuft. Sie gelten heute als die einzigen noch verbliebenen Wildpferde der Welt.

Berggorilla — WWF-Angaben zufolge gibt es wieder etwa 780 Berggorillas insgesamt. "Die Industrienationen müssen Hilfe leisten, die Armut der Menschen in den afrikanischen Entwicklungsländern zu lindern, Wilderei und Lebensraumzerstörung zu stoppen und so das Überleben der Gorillas langfristig zu sichern," fordert Ziegler.

Eure Meinung dazu:

  • von lucy 4. Januar

    Die armen Fiecher!!!!!!!!!!!!!!!!

  • von Nessi 2. Januar

    FIND ICH LOL LO:) LO:)

    NESSI:):):):):):):)

© 2012 News4Kids.de | News4Kids.at | N4K.de | NachrichtenFuerKinder.de
©2011 News4Kids.de