Spione waren zu Zeiten des "Kalten Krieges" (1945 bis etwa 1991) zwischen den Westmächten und den Ostblockstaaten ein heißes politisches Thema. Die Agenten versuchten, die Gegenseite auszuspionieren und geheime Informationen zu erhalten, etwa zur Politik des Landes oder zu seiner Bewaffnung. Nicht selten wurden sie dabei erwischt und landeten im Gefängnis.
Viele der inhaftierten Agenten durften später im Tausch gegen einen Spion der anderen Seite zurück in die Heimat. Ein bekannter Ort für so eine Übergabe war etwa die Glienicker Brücke (Bild) als Verbindung zwischen der DDR (Potsdam) und West-Berlin. Doch die Zeiten der Geheimniskrämerei waren mit dem Ende des Kalten Krieges vorbei – sollte man denken. Denn jetzt hat es wieder so einen Fall gegeben.
Russland und USA wollen Beziehungen verbessern
Ende Juni flog ein russischer Agenten-Geheimring in den USA auf. Zehn Spione wurden verhaftet und am Donnerstag in New York verurteilt. Sie wurden aus dem Land ausgeflogen und dürfen nie wieder in die USA reisen. Die amerikanische Regierung "tauschte" die russischen Spione gegen vier Agenten, die für die US-Regierung gearbeitet haben sollen und seit einiger Zeit in Russland im Gefängnis sitzen.
Eingefädelt wurde der Austausch der Agenten von US-Präsident Barack Obama und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Sie wollen das Vertrauen in ihre politischen Beziehungen stärken. Noch wichtiger dafür wäre natürlich, dass beide Länder künftig ganz auf das gegenseitige Ausspionieren verzichten. Dann wären so ein Austausch wie in dieser Woche gar nicht mehr notwendig.










