Plastik ist total praktisch. Man kann damit ganz einfach Behälter in allen möglichen Größen und Formen herstellen. In diesen lassen sich dann feste, flüssige und sogar gasförmige Stoffe problemlos lagern oder transportieren. Aber Plastik hat auch einen großen Nachteil: Einmal hergestellt lässt es sich kaum umweltfreundlich entsorgen. Erst nach hunderten Jahren auf der Müllkippe hat es sich vollständig zersetzt. Daher verschmutzt immer mehr Plastikmüll die Natur auf dem Land und in den Ozeanen.
Mit einer waghalsigen Aktion haben sechs Umweltschützer auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Aus mehr als 12.000 gebrauchten Plastikflaschen haben sie das Segelboot "Plastiki" (Bild) zusammengebaut. Seit dem 20. März segelten sie damit von San Francisco in den USA über den Pazifischen Ozean bis nach Australien. Nach rund 12.000 Kilometern auf dem Meer kamen sie am Montag wohlbehalten in der australischen Großstadt Sydney an.
Die "Plastiki" ist ein durch und durch umweltfreundliches Boot. Strom kommt aus Solarzellen oder wird mit Fahrrad-Dynamos erstrampelt. Geduscht wird mit Salzwasser aus dem Ozean. Und gekocht wird zum Teil mit Wasser, das mit speziellen Filtern aus dem Urin der Besatzung gewonnen wurde. Unterwegs erlebten die Seeleute heftigen Seegang, Stürme und auch große Hitze. Umso beeindruckender ist es, dass das "Flaschenboot" die Fahrt so gut überstand.










