Ötzi ist die wohl bekannteste Mumie Europas. Der Steinzeitmann ist vor etwa 5300 Jahren in den Alpen ums Leben gekommen. Vermutlich wurde er von Feinden getötet. Im Jahr 1991 wurde der Körper des Mannes zufällig von Wanderern gefunden. Er steckte im Gletschereis fest und war deshalb für sein Alter noch gut erhalten. Seitdem beschäftigt der Fund die Wissenschaft.
Forscher aus Deutschland und Italien haben jetzt etwas Besonderes vor. Sie wollen sich auf die Suche nach Ötzis heute lebenden Nachfahren machen. Dafür haben sie das Erbgut der Mumie bereits vollständig entschlüsselt. Diese Informationen müssen jetzt noch ausgewertet werden. Die Forscher müssen also überlegen, was diese über die Eigenschaften und die Herkunft des Steinzeitmannes aussagen.
Die Wissenschaftler wollen jedoch noch mehr wissen. Sie interessiert beispielsweise auch, ob Ötzi bestimmte Krankheiten hatte, die es auch heute noch gibt. Damit könnten die Forscher sogar einen Beitrag dazu leisten, diese Krankheiten zu bekämpfen.
Stichwort: Erbgut
Das Erbgut wird in der Wissenschaft oft auch als DNA oder Genom bezeichnet. Es ist ein chemischer Stoff, der in jeder Körperzelle vorkommt. Es enthält alle Informationen zum Aufbau von Lebewesen. Es beschreibt zum Beispiel das Aussehen und die Fähigkeiten, die Organismen von Natur aus haben.
Mit Hilfe des Erbgutes können die Eigenschaften von Lebewesen den Nachkommen "vererbt" werden. Es sorgt zum Beispiel dafür, dass die Kinder von Menschen auch wieder Menschen sind und ihren Eltern sogar sehr ähnlich sehen.










