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Berlinale4Kids 2019: Generation Kplus

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© Internationale Filmfestspiele Berlin / Velvet Creative Office

5. Februar 2019

In diesem Jahr gibt es 15 lange Filme und drei Kurzfilm-Programme für Kinogänger ab 4 Jahren zu entdecken.

Es werden zwei Animationsfilme, 10 Spielfilme und drei Dokumentationen gezeigt. Die Kplus-Kurzfilme 1 sind für die ganz kleinen Zuschauer: empfohlen ab 4 Jahren. Die Kurzfilm-Programme 2 und 3 sind empfohlen ab 10 bzw. ab 12 Jahren.

Die Spielfilme listen wir euch mit aufsteigender Altersempfehlung auf. Filme für ältere Kinder sind also am Ende.

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Lotte und die verschwundenen Drachen Bild: © Eesti Joonisfilm/Rija Films

Lotte und die verschwundenen Drachen

aus Estland und Lettland, empfohlen ab 5 Jahren

Lotte bekommt eine kleine Schwester und zieht mit ihr los, um ihr das Dorf und die Umgebung zu zeigen. Dabei geraten sie in ein großes Abenteuer: Zwei Professoren wollen die ältesten Volkslieder der Welt aufnehmen. Am liebsten würden sie die Lieder der feuerspeienden Drachen hören, aber Drachen gibt es ja gar nicht. Oder etwa doch? Lotte und Roosi machen sich auf die Suche.
 
Das Besondere an dem Film sind die vielen skurrilen Figuren und witzigen Einfälle!
 
Dies ist schon der dritte animierte Kinofilm mit Lotte. In ihrer Heimat (Estland und Lettland) ist Lotte übrigens so bekannt, dass es seit 2014 einen Freizeitpark mit den Figuren aus den Filmen gibt!

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Ein erster Abschied. Bild: © Beijing Medoc Film Co.,Ltd

Ein erster Abschied

aus China, empfohlen ab 7 Jahren

Isa lebt mit den Eltern und seinem älteren Bruder in einem uigurischen Dorf im Nordwesten Chinas. Seine Mutter ist sehr schwer krank und er muss sich so sehr um sie kümmern, dass er nicht einmal genug Zeit zum Fußballspielen hat. Trotzdem ist er dagegen, dass sie in ein Pflegeheim kommt, weil das so weit weg wäre. Auch seine beste Freundin soll wegziehen: Die Noten von Kalbinur sind so schlecht, dass die Eltern sie in ein Internat geben wollen.
 
In dem Film erfährt man viel über den Alltag von uigurischen Bauern und wie Kinder dort leben. Der Film ist nicht besonders spannend, aber informativ.

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Solan und Ludvig – Auf zum Mond. Bild: © Maipo Films

Solan und Ludvig – Auf zum Mond

aus Norwegen, empfohlen ab 7 Jahren
 
Der Elsterjunge Solan ist ein Draufgänger, immer bereit, sich ins nächste Abenteuer zu stürzen. Sein Freund, der Igel Ludvig dagegen ist sehr vorsichtig, ja ängstlich und möchte vor allem ein ruhiges Leben leben. Dennoch sind die beiden beste Freunde, helfen und unterstützen sich. Der dritte im Bunde ist der geniale Erfinder Reodor, der ständig tolle Maschinen baut.

Diesmal soll es zum Mond gehen, denn es war ja gerade das 50-jährige Jubiläum der ersten Mondlandung. Nun ja, Solan möchte zum Mond fliegen. Ludvig würde ihm gerne aus der Distanz dabei zuschauen, aber natürlich kommt es anders! Und Ludvig ist nicht der einzige blinde Passagier an Bord. Als die Mission zu scheitern droht, müssen jedoch alle zusammenhalten.

Dies ist schon das dritte Abenteuer in der norwegischen Puppentrickfilmreihe. Allerdings ist das Freundespaar bei uns eher als Louis & Luca bekannt. Neben den Hauptfiguren gibt es auch eine ganze Reihe interessanter, aber nicht immer liebenswerter Figuren: Geldgeile Unternehmer, eine profilierungssüchtige Witwe, norwegische Staatsvertreter, Journalisten und die Bewohner aus dem Dorf von Solan, Luca und Reodor.

Der Film wird eher ruhig als hektisch erzählt. So hat man genügend Zeit, die ganzen liebevoll gestalteten Details zu bewundern. Er glänzt mit vielen Zitaten aus anderen Weltraumfilmen und den Fernsehaufnahmen der ersten Mondlandung, aber im Vordergrund steht der skurrile Humor, garniert mit ein wenig Lebensweisheit.

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Kokdu – Eine Geschichte von Schutzengeln. Bild: © National Gugak Center & Kirin Productions

Kokdu – Eine Geschichte von Schutzengeln

aus Korea, empfohlen ab 7 Jahren
 
In diesem Film geht es um koreanische Mythen und Traditionen. Für die Geschwister Su-min und Dong-min beginnt ein turbulentes Abenteuer, nachdem ihre Großmutter ins Krankenhaus eingeliefert wurde und sich nach ihren geblümten Schuhen sehnt. Doch die Schuhe hatten die beiden gerade eingetauscht…

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2040. Bild: © Hugh Miller

2040

aus Australien, empfohlen ab 8 Jahren
 
Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben. Bei den vielen schlechten Nachrichten können einem Zweifel kommen, ob es in 20 Jahren überhaupt noch eine lebenswerte Welt gibt. Deswegen hat sich der Filmemacher Damon Gameau auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten gemacht. Nicht irgendwelche Sachen, die man erst noch erforschen muss und die irgendwann vielleicht funktionieren. Er hat Projekte in der ganzen Welt aufgesucht, die an einer besseren Zukunft arbeiten mit Technologien, die es heute schon gibt.
 
Der Dokumentarfilm zeigt: Der Kampf gegen den Klimawandel kann gelingen. Vorhandene Lösungsmöglichkeiten müssen nur endlich breit in die Tat umgesetzt werden. "Wir brauchen Regierungen, die nicht nur auf Katastrophen reagieren, sondern vorbeugende Maßnahmen ergreifen."

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Anbessa. Bild: © Mo Scarpelli

Anbessa

aus USA und Italien, empfohlen ab 8 Jahren
 
Asalif und seine Mutter leben in einer kleinen Hütte ohne Strom und ohne Wasser am Rande einer Stadt in Äthiopien. Die Stadt wächst ins Land hinein und so weiden die Tiere der Bauern inmitten der Neubauten und nachts hört man Hyänen, die sich ärgern, dass die Menschen ihr Land zubauen. Tagsüber streift Asalif durch die Stadt, sucht Elektroschrott, aus dem er Neues baut – eine Lampe für ihre Hütte oder einen Helikopter – und findet Freunde.

Anbessa ist kein reiner Spielfilm. Die Regisseurin hat Asalif in Äthiopien getroffen, seinen Alltag gefilmt und zusammen haben sie die Geschichte entworfen. Leider wird nicht viel erklärt. Der Film wirkt sehr authentisch, aber auch ein bisschen langatmig.

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Kinder. Bild: © Nina Wesemann

Kinder

aus Deutschland, empfohlen ab 8 Jahren
 
Ein Jahr lang begleitet die Regisseurin die vier Kinder Emine, Marie, Christian und Arthur, die in Berlin leben. Allerdings kennen sie sich gar nicht, sondern es werden vier verschiedene Arten gezeigt, ein Großstadtkind zu sein: skaten, Museen besuchen, sprayen, Videospiele, Gitarre üben, Ruinen untersuchen, lesen; auf der Straße, im Park, am See, im Museum oder zu Hause spielen.

Unangenehme Themen wie Schulstress oder Ärger mit den Eltern sind allerdings total ausgespart. Dafür zeigt der Film, was Kinder in ihrer freien Zeit machen, wenn keine Erwachsenen dabei sind.

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Auffahrten. Bild: © Ki Jin Kim

Auffahrten

aus USA, empfohlen ab 8 Jahren
 
Cody verbringt mit seiner Mutter den Sommer im Haus der gerade verstorbenen Tante. Während seine Mutter das Haus ausräumt, muss sich Cody die Zeit alleine vertreiben. Mit den Nachbarskinder kann er nichts anfangen, aber dann lernt er den 83-jährigen Del kennen. Die beiden könnten Opa und Enkel sein und verstehen sich sehr gut. Cody kann so einige seiner Ängste überwinden und Del sieht positiver in die Zukunft.

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Sune vs Sune. Bild: © Erik Persson

Sune vs Sune

aus Schweden, empfohlen ab 9 Jahren

In Sunes Klasse gibt es einen neuen Mitschüler und der heißt ebenfalls Sune. Die anderen Kinder mögen den Neuen sehr gerne und Sune denkt, er muss nun anders und besser sein, damit sie ihn auch noch mögen. Er sieht den anderen Sune als Konkurrenten, den er bekämpfen muss. Das führt zu ziemlich lustigen Situationen. Aber Sune übertreibt es und verliert so die Freundschaft zu Sophie, obwohl sie ihm am wichtigsten ist. Kann er das wieder hinbiegen?
 
Das Besondere an dem Film ist, dass man die Fantasiewelten, in denen Sune, sein kleiner Bruder und Sophie spielen, ganz real sehen kann! Außerdem wird gezeigt, dass sich nicht nur Kinder manchmal kindisch benehmen: Auch Erwachsenen konkurrieren miteinander (wer hat das beste Auto?) und machen dann ziemlich alberne Dinge…

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Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess. Bild: © Sal Kroonenberg

Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess

aus den Niederlanden und Deutschland, empfohlen ab 9 Jahren

Sam macht zusammen mit seinen Eltern und dem älteren Bruder Urlaub auf einer Insel an der Nordsee. Eines ist ihm vor kurzem klar geworden: Er ist der jüngste aus der Familie, das bedeutet, die anderen werden früher sterben als er und deswegen will er schon einmal für das Alleinsein üben!

Tess, die auf der Insel wohnt, hat ganz andere Probleme. Zum Beispiel muss sie ganz dringend Tanzen lernen. Und die Ferienwohnung durchlüften, die ihre Mutter vermietet. Aber die Mutter soll davon nichts wissen. Es braucht ganz schön lange bis Sam versteht, was hinter der Geheimniskrämerei von Tess steckt…

Ein wunderbar verrückter Film, der sich mit Spaß und Leichtigkeit ernsten Themen nähert. Absoluter Angucktipp!

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Baracoa. Bild: © C-Side

Baracoa

aus Schweiz/USA/Spanien, empfohlen ab 9 Jahren
 
Leonel und sein Freund Antuán verbringen die Ferien zusammen in dem kubanischen Kaff Pueblo Textil. Leonel lebt hier, doch Antuán ist nur noch bis zum Ende der Ferien bei seiner Oma. Zusammen streifen sie in der Gegend herum, gehen zum Meer und in eine verlassene Fabrik. Aber dann holt Antuáns Vater ihn überraschend nach Havanna. Leonel vermisst ihn und reist deswegen auch nach in die kubanische Hauptstadt..

Man kann den beiden Jungen zusehen, wie sie zuerst in einer kubanischen Kleinstadt und dann in den Hauptstadt spielen, sich streiten und wieder vertragen. Weil es aber keine richtige Geschichte gibt, plätschert der Film so dahin und ist nicht sehr spannend.

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Cleo. Bild: © Janine Marold

Cleo

aus Deutschland, empfohlen ab 9 Jahren

Cleo ist schon erwachsen, kann aber den Tod ihrer Eltern nicht überwinden und sucht deshalb nach einer Zeitmaschine, um die Geschichte zu ändern. Klingt traurig, aber der Regisseur macht daraus einen erstaunlich lustigen Film, in dem man viel über die Geschichte Berlins erfahren kann. Zum Beispiel über die Gebrüder Sass, Einbrecher aus der Weimarer Republik, die einen Teil ihrer Beute an Arme weitergaben, und darüber was unter dem Teufelsberg verschüttet ist.

Auf der Suche erkennt Cleo, dass man von Menschen zwar manchmal verletzt wird, aber dieses Risiko muss man eingehen, weil das Leben zusammen mit anderen mehr Spaß macht.

Der Film behandelt schwere Themen mit großer Leichtigkeit. Es gibt viel zu lachen und ein bisschen zum Nachdenken – eine ideale Kombination!

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Daniel. Bild: © bathysphere

Daniel 

aus Frankreich, empfohlen ab 10 Jahren

Der Film spielt in einer französischen Schule. Schulunterricht, Pause, Probe für ein Theaterstück. Daniel schleicht sich an die Mädchen-Umkleide heran und beobachtet ein Mädchen, das sich für das Theaterstück umzieht. Er wird entdeckt, aber statt sich zu entschuldigen, läuft er weg. Die Freundinnen des Mädchens schimpfen ihn dafür aus und sperren ihn in einen Nebenraum. Nachdem er befreit wurde, will er sich entschuldigen. Aber meint er das wirklich ernst?

Der Film ist ein wenig merkwürdig und irritierend, aber weder spannend noch lustig.

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Where We Belong. Bild: © Nikolai Von Graevenitz

Where We Belong

aus der Schweiz, empfohlen ab 11 Jahren
 
In dieser Dokumentation befragt die Schweizer Regisseurin zwei Geschwisterpaare und einen Jugendlichen, wie sie die Trennung der Eltern erlebt haben und was sie heute darüber denken. Es sind Kinder aus der französischen und der deutschen Schweiz, jüngere und ältere, aus der Stadt und vom Land. In einem sind sie sich einig: Auch wenn die Eltern nicht mehr Ehemann und -frau sind, so bleiben sie doch Vater bzw. Mutter für die Kinder.
 
Das Besondere an diesem Film ist, dass hier nicht über Trennungskinder, sondern mit ihnen geredet wird. Übrigens: "Where we belong" (sprich: Wehr wie bielong) ist Englisch und bedeutet "Wo wir hingehören".

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Eine Kolonie. Bild: © Danny Taillon

Eine Kolonie

aus Kanada, empfohlen ab 12 Jahren
 
Mylia lebt mit ihrer kleinen Schwester Camille und den Eltern im französisch-sprachigen Teil Kanadas auf dem Land. Sie hat Probleme, an ihrer neuen Schule Freunde zu finden und bemüht sich darum, "dazu" zu gehören.

Durch ihre Schwester lernt sie Jimmy kennen, der Camille bei einem bissigen Hund geholfen hatte. Er ist Nachfahre der kanadischen Ureinwohner und lebt mit seiner Oma im nahegelegenen Abenaki-Reservat. Jimmy gehört nicht "dazu", denn die anderen Jugendlichen verspotten ihn als "Indianer". Deswegen fällt es Mylia schwer, sich mit ihm anzufreunden, obwohl er ein besserer Freund ist als die anderen aus der Schule…

Der Film zeigt Mylias Zerrissenheit sehr gut: Nach außen ist sie stark, aber sie fühlt sich oft unsicher und sehnt sich nach Zugehörigkeit, ohne sich verbiegen zu müssen. Ein aufregender Film!

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